Maja T. Simeon Trux wurde in Ungarn wegen Gewalttaten gegen Rechtsextremisten angeklagt. Nun hat das Budapester Stadtgericht die non-binäre Person zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.
Die non-binäre deutsche Person Maja T. hat heute das Urteil zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren erhalten. Richter Jozsef Sos, der das Urteil verlas, sah es als erwiesen an, dass die 25-jährige Person an blutigen Angriffen auf mutmaßliche Rechtsextremisten beteiligt war.
Das erstinstanzliche Urteil ist noch nicht rechtskräftig; dagegen kann noch Berufung eingelegt werden. Es stellt die Straftatbestände der versuchten lebensbedrohlichen Körperverletzung sowie der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung fest. Die Strafe könne nicht zur Bewährung ausgesetzt werden, sagte Richter Sos. Die ungarische Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 24 Jahren gefordert, die Verteidigung einen Freispruch.
Rund 20 deutsche und andere mutmaßliche Linksextremisten hatten beim Gewalttourismus zwischen dem 9. und 11. Februar 2023 an fünf Stellen der ungarischen Hauptstadt Menschen mit Teleskop-Schlagstöcken, Gummihämmern und Pfefferspray angegriffen, unter ihnen war auch ein deutsches Paar. Die Angreifer nahmen von ihren Opfern an, dass sie am sogenannten „Tag der Ehre“ teilgenommen hatten, einem jährlichen SS-Gedenken, das die Behörden in Budapest tolerieren.
Mehr als neun Menschen sollen bei den Angriffen geschädigt worden sein
Bei den meist brutal durchgezogenen Angriffen sollen neun Menschen verletzt worden sein, vier von ihnen schwer. Die Staatsanwaltschaft warf Maja T. die Beteiligung an zwei dieser Angriffe vor. Die non-binäre Person, die ihren Passeintrag im Frühjahr 2025 von „männlich“ zu „divers“ änderte, nahm im Prozess zu den Vorwürfen nicht Stellung.
In dem Verfahren wurde T. von drei Strafverteidigern vertreten, der Berliner Anwalt Sven Richwin sah in dem Urteil eine Niederlage für die Staatsanwaltschaft.
Der Fall hatte in Ungarn für großes Aufsehen gesorgt. Ministerpräsident Viktor Orbán und andere Regierungsmitglieder hatten mehrfach ihre Erwartung nach einer harten Bestrafung geäußert. Orbán stufte außerdem die „Antifa-Gruppierung“ als Terrororganisation ein.
T. war im Dezember 2023 in Berlin festgenommen worden. Im Juni 2024 folgte die Auslieferung nach Ungarn.
Kritik von deutschen EU-Parlamentariern
Deutsche EU-Parlamentarier der Linken und SPD kritisierten den Richterspruch und das Verfahren scharf. Der Co-Vorsitzende der Linksfraktion im Europaparlament, Martin Schirdewan, bezeichnete das Urteil als „Ergebnis eines politischen Schauprozesses, der niemals in Ungarn hätte stattfinden dürfen“.
Nach internationaler Rechtsprechung hat ein Prozess auch in dem Land stattzufinden, in welchem die Straftat begangen wurde.
Ministerpräsident Viktor Orbán kritisierte im Vorfeld den Gewalttourismus.
„Ein Rechtsstaat hat mit Härte gegen Gewalttäter vorzugehen“
Wenig Mitleid hat der Linken-Politiker Schirdewan gegenüber den Opfern, er verfolgte das Verfahren vor Ort mit und hatte bereits zuvor diplomatischen Einsatz Berlins für eine Rückführung von Maja T. nach Deutschland gefordert.
Auch der Vorsitzende der Europa-SPD, René Repasi, verurteilte die Strafe gegen Maja T. Wer so agiere, verlasse den Boden europäischer Rechtsstaatlichkeit, teilte der SPD-Politiker mit.
Die meisten Kommentare in den sozialen Medien zeigen ernüchtern eine andere Bilanz.
Fast alle hätten von Ungarn mehr Rechtsstaatlichkeit und eine höhere Strafe erwartet.
Maja T. ist auch in Deutschland mehrfach durch Gewalt, Körperverletzung, Nötigung und Sachbeschädigung aufgefallen. Zusammen mit ihrer Hammerbande reiste sie bereits 2020 durch die Republik. Am Samstag, 22. August 2020, war sie an einem Umzug in Konstanz vom Herosé-Park bis zum Stadtgarten beteiligt. Dort schlug sie einem Journalisten, der mit zwei Kameras das Geschehen fotografierte und filmte, grundlos ins Gesicht.

Die angezeigte Körperverletzung wurde seitens der Polizei, Verwaltung und Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt. Eine erneute Anzeige gegen Maja T. wurde am 15. August 2025 von der Staatsanwaltschaft Konstanz unter Herrn Többens eingestellt. Die Stadtverwaltung, Polizei und Justiz beugen sich dem linksgrünen politischen Druck. Einzig der Unterstützer der Antifa, Stadtrat Holger Reile (LLK), hatte aus Interesse und zum Selbstschutz eine schriftliche Anfrage gestartet.

Auch in anderen Städten war die gewalttätige Maja T. aktiv. Sie überfiel mit Freunden eine kleine Boutique, verübte Sachbeschädigung und sprühte eine große Flasche Reizgas über das am Boden liegende, wehrlose Opfer.
